Jüdisches Leben in Trier 2021

Neue Synagoge

Nach dem 2. Weltkrieg haben 14 nach Trier zurückgekehrte Juden zusammen mit einigen alliierten Soldaten das jüdische Gemeindeleben wieder aufgebaut. Nachdem das Bethaus in der Saarstraße zu klein geworden war, wurde 1957 die von dem Trierer Architekten Alfons Leitl entworfene neue Synagoge an der Kaiserstraße eingeweiht. Diese bietet Platz für etwa 100 Personen, aber die Zahl der Gemeindemitglieder schwankte, bis sich Anfang der 90er-Jahre rund 800 sogenannte »Kontingentjuden« aus der ehemaligen Sowjetunion in Trier niederließen.

Heute zählt die jüdische Gemeinde etwa 500 Mitglieder, es handelt sich um eine traditionelle, orthodoxe Gemeinde. Die Gottesdienste finden freitags und samstags sowie an den Feiertagen statt. Für das jüdische Leben in Trier ist die Synagoge seit nun 73 Jahren ein fester Platz. Auch die Kinder treffen sich hier, es gibt Religionsunterricht und eine Jugendgruppe. Die Jugend- und Kinderarbeit ist eine besonders wichtige Angelegenheit für die Arbeit des Vorstands der Gemeinde.

Die Gemeinde blickt trotz der Einschränkungen durch Covid-19 positiv in die Zukunft und hofft für das Jahr 2021, dass 1700 Jahre jüdisches Leben in Trier und in Deutschland dennoch gefeiert und die Vorsätze und Pläne umgesetzt werden können.